Uhren mit großem Zifferblatt sind IN!

Věra Sýkorová | 2. 2. 2018

Herrenuhren mit großem Zifferblatt gehören zu den meistgegoogelten Wortverbindungen im Internet. Aber was bedeutet „großes Zifferblatt“ eigentlich? Erfahren Sie es in unserem Artikel.

Wenn man sich diese Kategorie einmal etwas genauer anschaut, stellt man fest, dass keine genau Zahlenangabe existiert, von der sich im Zusammenhang mit Uhren sagen ließe, dass sie ein großes Ziffernblatt haben. Jeder Uhrenverkäufer definiert diese Grenze anders. Dennoch liest man zumeist, dass dies der Sprachgebrauch für Uhren mit einem Zifferblattdurchmesser von mehr als 44 mm ist, und da können wir nur zustimmen.

Auch wenn es den Anschein haben mag, dass es hier nur um einen Modetrend geht, der im Laufe der Zeit wieder abschwächt (wie dies mit den meisten neuen Ideen geschieht, die eine Zeitlang die Gesellschaft fanatisieren), so können wir diese Tendenz hin zu einem größeren als einem „normalen“ Zifferblatt schon den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts beobachten. Damals war ein Zifferblatt bei Herrenuhren im Durchmesser 37 bis 39 mm groß (2 mm mehr als in den 70er Jahren), ein paar Jahre später waren es schon 41 bis 44 mm und um das Jahr 1995 sogar 45 bis 48 mm (und größer)! Der Hype von noch wuchtigeren Uhrengehäuse, jetzt sogar mit einem Durchmesser von 60 mm, setzte dann irgendwann um die Jahrtausendwende ein.

2 VERFEINDETE LAGER

Als ein Boom der Uhrenindustrie einsetzte, brach gleichzeitig auch ein nicht enden wollender Streit darüber aus, was denn nun der „richtige“ oder „normale“ Durchmesser eines Zifferblatts sei. Mit welchen Uhren werden wir in etwas peinlicher Weise auf uns aufmerksam machen und etwas über uns verraten, was wir nicht wollen oder was auch gar nicht der Wahrheit entspricht? Diese Frage blieb bis heute leider unbeantwortet.

Die eine Gruppe von Menschen, die Uhren mit großem Zifferblatt lieben, vertreten die Ansicht, dass ein Mann, wenn er eine auf den ersten Blick kleinere Uhr trägt, damit seine Männlichkeit unterdrückt. In einem solchen Fall sieht es angeblich so aus, als hätte er diese Uhr noch aus Kindertagen (was auch dahingehend interpretiert werden kann, dass er bis heute ein Kind geblieben ist). Im äußersten Fall (was aber schon sehr beleidigend ist) demonstriert er mit einer Uhr mit den Abmessungen einer Damenuhr seine Unterwürfigkeit innerhalb einer Partnerbeziehung oder sogar sein Hingezogensein zum selben Geschlecht…

Aus der anderen Gruppe hören wir wiederum, dass übergroße Armbanduhren schlicht und einfach primitiv aussehen oder dass ihre Träger damit etwas zu kompensieren versuchen. Es geht nach dieser Interpretation nicht nur um den persönlichen Geschmack, sondern auch darum, um jeden Preis Eindruck zu schinden und sich als „großes Tier“ zu präsentieren.

Aus dem Gesagten kann man sich also schon eine ganz gute Vorstellung davon machen, wie leidenschaftlich und ohne Aussicht auf eine Lösung dieser Meinungskrieg geführt wird…

UHREN ALS PRESTIGEOBJEKT

In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts kam es zu einem großen Umbruch in der Uhrenindustrie. Die bis dahin üblichen (per Hand aufgezogenen) mechanischen Uhren wurden durch batteriebetriebene Uhren mit Quarzwerken ersetzt, die den Markt nicht nur dank ihrer perfekten Präzision, sondern auch durch ihren paradox niedrigen Preis überrollten. Darauf reagierte der berühmte Schweizer Uhrenmarkt mit zwar teureren, aber umso ausgeklügelteren mechanischen Uhren, die fortan zu einem gefragten Objekt für Liebhaber von Luxusartikeln wurden, denn für diese Leute hatten „Gebrauchs“-Quarzuhren keinen Wert. Wenn man also noch zu jemandem aufsah, dann zu jemandem mit einer traditionellen Schweizer Uhr, denn allgemein galt, dass es sich hierbei aller Wahrscheinlichkeit nach um eine sehr reiche Person handeln müsse.

Uhren wurden so zu einem Symbol des finanziellen Wohlstands. Das wurde auch den Uhrenbauern sehr rasch klar. Die Folge waren mehr und mehr vom Design her noch interessantere und später bis zum Gehtnichtmehr mit noch anderen Funktionen ausgestattete Uhren. Je mehr „Rädchen“ im Inneren, desto größer mussten dann natürlich das Gehäuse und das Zifferblatt sein…

Gestehen wir es uns nur ruhig ein: Die meisten Leute suchen sich ihre neue Uhr vor allem nach dem Aussehen oder der Menge der Funktionen aus. Uns ist sehr wohl klar, dass es nach der Wohnung und dem Auto gerade die Uhr ist, mit denen wir unserem Umfeld auf dezente Weise mitteilen, was für ein Leben wir führen, was unser sozialer Status ist und wie erfolgreich wir im Beruf sind. Stets über die aktuelle Uhrzeit im Bilde zu sein, ist für uns hierbei sekundär (noch dazu in einer Zeit, wo wir ständig unser Handy in der Hand haben).

WENN MAN SIE EINMAL AUSPROBIERT HAT, WILL MAN KEINE KLEINEREN MEHR

Auch in diesem Falle gilt die alte Regel: „Sobald man einmal mehr kennengerlernt hat, will man nicht mehr weniger“. Kauft man ein großes Auto, muss das nächste ebenso groß oder noch größer sein. Ziehen Sie in ein Haus um und besuchen dann jemanden, der in einer Wohnung wohnt, werden Sie sich bedrückt fühlen.

Genauso ist es mit Uhren. Wenn Sie erst einmal eine Uhr mit großem Ziffernblatt tragen, werden Ihnen alle kleineren für immer lächerlich klein erscheinen. Und damit nicht genug. Nach einiger Zeit werden sie sich auch an die Ausmaße Ihrer „großen Uhr“ gewöhnt haben und daher eine noch größere wollen. Das können wir Ihnen garantieren.

EINE FRAGE DER MÄNNLICHKEIT

Bei den Damen herrscht derzeit der Trend, sich von ihren Männern Sachen auszuleihen (selten andersherum) – Name, Kleidung, die Art und Weise, sich Menschen gegenüber zu verhalten, der Geschmack in Sachen Autos und Uhren… Dadurch aber wird zwangsläufig die „Männlichkeit“ dieser Dinge und Akte gemindert, sodass die Männer logischerweise dazu übergehen, die Grenzen weiter zu verschieben. Einen neuen Zufluchtsort suchen, neue Möglichkeiten, wieder ein Mann sein zu können, die Herren der Schöpfung, wieder über den Frauen, nicht auf dem gleichen Niveau wie sie.

Sobald auch Damenuhren mit großen Zifferblättern, auf dem Markt erschienen, die von Herrenuhren kaum noch zu unterscheiden waren, reagierten die Uhrenbauer darauf mit noch größeren Zifferblättern. Diese waren für Damen zum Glück dann aber doch zu groß, für Männer aber perfekt. Und im Zusammenhang mit dem immer „männlicheren“ Design der Damenuhren blieb es nicht nur bei der Größe der Zifferblätter… Der Markt wurde überschwemmt mit immer massiveren und kruderen Modellen von Herrenuhren, die den Männern für einen Augenblick wieder ihre ramponierte Dominanz zurückgaben.

TROTZDEM IST WENIGER MANCHMAL MEHR

Meine Herren, lassen Sie sich von Ihrer Umgebung nicht verrückt machen und entscheiden Sie selbst, welche Uhr Sie auswählen. Sie kennen sich selbst am besten und Sie wissen, was zu Ihnen passt und was nicht. Am besten wäre ist, die Uhr in Ruhe anzuprobieren und sich zu fragen, wie sie konkret an Ihrem Armgelenk aussieht. Nicht allen muss eine Uhr mit großem Zifferblatt stehen.

Wir wissen doch, dass nicht alle Männer wie Arnold Schwarzenegger zu Zeiten seiner größten Filmerfolge aussehen, und ebenso sehen nicht alle Frauen wie ein eineiiger Zwilling von Angelina Jolie aus. Aber das macht ja auch nichts! Kopien sind für die Tonne. Es hat keinen Sinn, andere nachzuahmen, denn dann werden Sie immer nur eine Kopie und nie das Original sein.

Falls Sie nicht sehr hochgewachsen und auch definitiv nicht der breitschultrige Typ sind (schauen Sie sich einmal einen Langläufer oder einen Radrennfahrer an – Erfolg bemisst sich nicht am Umfang des Bizepses), sollten sie sich keine allzu massive Uhr zulegen, sondern spíše se zaměřte na tradičnější velikosti sich eher auf die traditionelle Größe konzentrieren (ca. 44 mm). Anderenfalls könnte es geschehen, dass Ihre Männlichkeit eher beeinträchtigt wird.

WER SIE HERSTELLT

Auf Uhren mit großem Zifferblatt haben sich unter anderem vor allem spezialisiert: Casio, Michael Kors, Bentime, Lotus, Hugo Boss, Tommy Hilfiger, Police, Diesel und Festina.

Was uns angeht, so haben hier, wenn wir uns an Qualität x Preis x Aussehen orientieren, die Uhren Festina die Nase vorn. Diese renommierte Schweizer Gesellschaft, die über einen großen Erfahrungsschatz verfügt (sie entstand im Jahre 1902!), verwendet nur hochwertigste Materialien, was Ihnen die Garantie gibt, dass Ihre Uhr nach ein paar Jahren nicht auseinanderfällt. Zu ihren Käufern gehören nicht zuletzt jene, die modische, klassische und sportliche Uhren mögen. Das größere Problem bei der Auswahl aber wird man an Ihrem verzweifelten Aufschrei erkennen: „Naja, aber welche nur?“. Denn die eine ist schöner als die andere… Aber beurteilen Sie selbst.

Falls Sie eine Wasserratte sind, sollten Sie sich die wasserdichten Herrenuhren mit großem Zifferblatt anschauen. Festina beweist hier in überzeugender Weise, dass Aussehen und praktische Handhabung sich nicht unbedingt ausschließen müssen.

Uhren mit großem Zifferblatt finden Sie hier. Auswählen können Sie aus mehr als 1500 Modellen dieser bekanntesten Marken.

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